pferdeklinik
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Platelet Rich Plasma (PRP)

Neue Behandlungsmöglichkeit bei Sehnen- und Bandverletzungen

 

PRP steht für Platelet Rich Plasma (Plättchen-reiches Plasma) oder einfacher für Thrombozyten-Konzentrat. Diese Therapie wird bei orthopädischen Erkrankungen des Pferdes oder Hundes eingesetzt. Die Vorteile dieser Therapieform sind die sehr gute Verträglichkeit, sowie die Dopingfreiheit, da es sich um körpereigene Stoffe handelt, die in hochkonzentrierter Form die verbesserte Heilung herbeiführen.

 

Wann wird die PRP-Therapie angewendet?

Die Haupteinsatzgebiete sind Sehnen- und Bandverletzungen. Deren Ausheilung beansprucht oftmals einen Zeitraum von einem Jahr oder auch länger. Außerdem ist die Gefahr einer wiederkehrenden Schädigung des Gewebes sehr hoch; trotz frühzeitiger Diagnose und konservativer Therapie mit anschließendem Aufbauprogramm.

Diese neuen Schäden entstehen aufgrund einer unzureichenden Reparatur der geschädigten Sehne, die mit der Bildung von Narbengewebe und insbesondere der Bildung von Narbenkollagen (Typ III) einhergehen. Das Narbengewebe besitzt zwar eine relativ hohe Reißfestigkeit, jedoch ist es weniger elastisch als das ursprüngliche Gewebe. Dadurch kommt es oftmals zu neuen Läsionen in einem Bereich oberhalb oder unterhalb des bereits bestehenden Schadens.

Daher ist es wünschenswert, über eine Therapie die Heilungsprozesse zu beschleunigen und auch eine verbesserte Nachhaltigkeit zu erreichen. Die Behandlung mit PRP steigert die Wahrscheinlichkeit, dass das Pferd wieder auf vorherigem Niveau belastbar wird! Mithilfe dieser Therapieform lässt sich eine Regeneration von Sehnengewebe fördern, welches in seinen Eigenschaften dem ursprünglichen und gesunden Gewebe sehr viel näher kommt, als das was durch reines „Abwarten“ zu erreichen wäre.

 

Prinzip

Bei den Thrombozyten oder auch Blutplättchen handelt es sich um Zellen im Blut, die bei Verletzungen des Gewebes aktiv werden. Sie produzieren eine Vielzahl von sogenannten Botenstoffen für andere umliegende Zellen und organisieren darüber den Heilungsprozess. Zum einen schütten sie sogenannte Wachstumsfaktoren aus und fördern die Neubildung von Kollagenfasern vom Typ I und deren Vernetzung. Zum anderen hemmen sie die Wirkung von gewebezerstörenden Entzündungsmediatoren.

 

Wie wird die PRP-Therapie durchgeführt?

Zunächst wird dem Patienten aus der Halsvene Blut abgenommen. Über ein spezielles Verfahren werden aus dem Blut die Thrombozyten angereichert. Das gewonnene Konzentrat ist durch eine mindestens vierfache Erhöhung der Thrombozyten-Konzentration gekennzeichnet.

Das in unserer Praxis verwendete Verfahren gewährleistet eine sehr schonende Anreicherung der Blutplättchen, da es ohne Zentrifugation auskommt. Stattdessen werden die Blutplättchen innerhalb eines sterilen Einwegsystems mittels Schwerkraft über spezielle Filter angereichert. Anschließend werden die Blutplättchen vom Filter gelöst und das so gewonnene Konzentrat in das geschädigte Gewebe des Patienten injiziert.

Dazu ist es notwendig, vorher die Größe und die genaue Lokalisation des Defektes mittels Ultraschall-Untersuchung zu bestimmen. Bei unruhigen Pferden ist für die Ultraschall-Untersuchung und die PRP-Injektion eine Sedierung erforderlich. Erfahrungsgemäß ist eine ein- bis zweimalige Behandlung ausreichend.

Tiernotdienst

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